Sechs | Novalis

Novalis, Heinrich von Ofterdingen. „Das Ganze soll eine Apotheose der Poësie seyn“, schrieb Novalis am 23. Tag des ersten Februars im gerade angebrochenen neunzehnten Jahrhundert an Ludwig Tieck. „Es ist ein erster Versuch in jeder Hinsicht – die erste Frucht der bey mir wieder erwachten Poësie“. Zu jener Zeit hatte der Dichter seit etwa drei […]

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Drei | Ilse Aichinger

„steh nicht versteint / im Morgen, / freue dich“ – In Ilse Aichingers einzigem Gedichtband „Verschenkter Rat“ gibt es genügend Freudengründe, zu denen die Wilmvorlesungen raten. Also: „freue dich, / so freu dich doch“.

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Zwei | Rainer Maria Rilke

Wenn in einem kleinen Prosa-Buch alles enthalten scheint, was zwischen den Buchstützen des Lebens, der Geburt und dem Tod, zu liegen scheint, alles Große und alles Kleine, dann hat man wahrscheinlich Rainer Maria Rilkes „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ gelesen. Oder man ist auch ohne Literatur glücklich. Aber dann ist man auch nicht zu beneiden.

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Ouverture | Eigensache

Lesen bedeutet Lieben mit Worten – und auch das Schreiben, besonders das Schreiben über Literatur, ist wie ein lustvolles Hinschmiegen durch Sätze, Worte, Zeichen. Diese Reihe der Wilmvorlesungen wurde begonnen als Experiment und wird als Experiment weitergeführt, in Worten, lesend und schreibend, aber anders, neu. Schreibend über Literatur begaben sich diese monatlichen Texte in Dialog mit den Texten, die […]

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Dez 2015 | Ror Wolf

Man muss sich beeilen, wenn man noch etwas lesen will, es sollten aber in jedem Fall Ror Wolfs wundervolle Gedichte sein. „Die plötzlich hereinkriechende Kälte im Dezember“ im Dezember 2015 beschließen die Wilmvorlesungen für dieses Jahr und wünschen sich für das nächste nichts als Literatur.

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Dez 2015 | James Baldwin

Vorsatz für 2016: Mehr Meisterwerke! Hier schon eines für das aussterbende 2015: James Baldwins zweiter Roman, vor 60 Jahren erschienen, war sein zweites Meisterwerk: „Giovannis Zimmer“, über die Liebe und die Unfähigkeit zu lieben, über das Leben und die Fähigkeit zu sterben.

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Nov 2015 | J. M. Coetzee

Leben mit den Zeiten des großen, heimlichen Michael K, diesem einsamen Fluchtkünstler. J. M. Coetzees kurzer Roman „Leben und Zeit des Michael K.“ ist ein gigantisches Werk von ungeheurer Wirkkraft. Was Coetzee in seinem vierten Roman entworfen hat, ist ein endloser Text, sich fortschreibend, fortwirkend in seinen Lesern, bis heute und solange es Literatur geben wird.

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